visual         Z-inema Kinoprogramm  


November 2017 


Vampire in Bayreuth, Zombie-Zwerge in den vereinigten Staaten, Liebe in Sibirien und Kalahari Bushpeople in Frankfurt, das alles und noch viel mehr im Z-inema Novemberprogramm.

Welcome to the wild side of cinema!







Di. 07. 11. 17.  20:00 Uhr :

MONTRAK

BRD 2017 / Regie: Stefan Schwenk / Darsteller: Dustin Semmelrogge, Charles Rettinghaus, Cosma Shiva
Hagen ua./ 90 Min./ Deutsche Fassung mit englischen UT (German with english subtitles)

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In Deutschland verschwinden immer mehr Menschen. Hinter den mysteriosen ̈ Vermisstenfal̈ len
stecken aber keine vermuteten Wolfsangriffe, sondern Vampire, die ihren Ursprung im Mittelalter
haben. MONTRAK, ein einstiger Burggraf, wird durch einen von Luzifer verwandelten Ring zum
Vampir-Dasein verdammt. Als er von den Menschen gejagt wird, bleibt ihm keine andere Wahl als
sich toẗ en zu lassen, damit der Mythos Vampir in Vergessenheit geraẗ . Doch MONTRAKs Untertanen
erschaffen einen neuen Vampirmeister, der in der Zukunft das Land mit seiner Armee endgul̈ tig ins
Chaos stur̈ zen soll. Nur eine kleine Gruppe von Menschen stellt sich ihnen in den Weg.
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In Germany, more and more people disappear. The public is told these mysterious cases are caused
by wolf attacks. The real murder are vampires, which have their origin in the Middle Ages.
MONTRAK, a former count, was transformed into vampire by Lucifer himself. When he was chased
by the people, he had no other choice than let him be killed, so that the vampire myth was fallen
into oblivion. On Present day MONTRAK's followers are creating a new vampiremaster who tries to
overthrow the country with his army. Only a small group of people fight against them.





Di. 14. 11. 17.  20:00 Uhr:

PHANTASM - RAVAGER


USA 2016 / Directed by David Hartman / Written and Produced by Don Coscarelli / Cast: Reggie
Bannister, Angus Scrimm, A. Michael Baldwin and others / 97 Min. / Engl. OV with german subtitles
(Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)

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RAVAGER ist der fünfte und finale Film der legendären „Phantasm“ (Das Böse) Reihe, deren
Produktion sich vom ersten Film, bis zu RAVAGER über vier Jahrzehnte erstreckt.
Nahezu zeitgleich mit dem aktuellem Erscheinen der, restauierten Fassung des ersten Films, aus
dem Jahr 1979 erblickt nun mit RAVAGER der Abschluß des Horrorepos das Licht der Welt. Der
Originalfilm „Phantasm“ war in Deutschland seit 34 Jahren zunächst indiziert und seit 1991 sogar
beschlagbahmt, bevor 2017 eine Freigabe mit FSK 16 erfolgte. Das Z-inema präsentierte den Film in
der restaurierten Fassung vergangenen Monat als Hallowee-Special am 31. Oktober und legt nun im
November mit dem aktuellen, finalen Film der Reihe nach.
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The fifth and final installment in the legendary „Phantasm“ series by Don Coscarelli. It marks the
only film in the series not directed by Don Coscarelli himself, although he acts as producer and cowriter.
It is directed by David Hartman and stars A. Michael Baldwin, Reggie Bannister and Angus
Scrimm in his final appearance as the Tall Man.





Di. 21. 11. 17.  20:00 Uhr:


GHOSTLAND - EINE REISE INS LAND DER GEISTER

BRD 2017 / Regie: Simon Stadler, Catenia Lermer, Sven Methling | 86 min. / Dokumentarfilm / Deutsche
Fassung

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Das Leben in der der Kalahari hat sich für die „Buschmänner“, das Volk der Ju/’Hoansi, verändert: die
Jagd ist ihnen verboten worden, Farmerzäune durchziehen die vormals endlose Trockensavanne.
Die einstigen Nomaden sind nun notgedrungen seßhaft und abhängig von staatlicher Zuwendung
und Tourismus. Doch da ist auch die Neugier auf die Welt außerhalb des Reservats. Und so machen
sich einige Ju/’Hoansi auf die Reise durch die Welt der „Anderen“ in Namibia und in das „Land der
Geister“, unser modernes, hochtechnisiertes Europa.

Der Film „Ghostland“ zeigt ausgehend von ihrem traditionellen Nomadenleben die unvermeidbare
Verschmelzung in ihrer Heimat und auf ihren Reisen mit der „modernen Welt“. Wir nehmen ihre
Position zwischen den Welten ein und erreichen so einen letzten Blick auf die vom verschwinden
bedrohten Ju/’Hoansi, sowie auf uns selbst und die Welt in der wir leben.

„Seinen Charme gewinnt der Film nicht zuletzt aus den eingestreuten Interviews, die Einblick darin
geben, wie die Stammesbewohner über diese fremde Welt denken. Und die uns dabei oft auf
humoristische Weise den Spiegel vorhalten. Ghostland wurde 2016 mit dem Hessischen Filmpreis
für die beste Dokumentation ausgezeichnet.“ (Lichter Filmfest)

„Denn eine Dokumentation, die nicht gescriptet ist, die nicht einem schon vor den Dreharbeiten
feststehendem Muster folgt, die nur Bilder sucht, um eine These zu untermalen, sondern offen und
mit Neugier an ein Thema herangeht, das ist heutzutage etwas all zu seltenes.“ (programmkino.de)




Di. 28. 11. 17.  20:00 Uhr:


LIEBE AUF SIBIRISCH
- OHNE EHEMANN BIST DU KEINE FRAU -


BRD 2017 / Regie: Olga Delane / Dokumentarfilm | 80 min. | OmdU

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„Ohne Ehemann bist du keine Frau.“ – 23 Jahre nachdem sie nach Berlin ausgewandert ist, besucht
Olga Delane ihre Verwandten in Sibirien. Dort wird sie mit den traditionellen Ansichten der
Dorfbewohner über das Leben und die Liebe konfrontiert.

Olga Delane, eine junge Frau Mitte 30 reist nach 20 Jahren in Berlin in ihre Heimat Sibirien. Dort
steht plötzlich ihr Lebensstil als Single in der Kritik, die Menschen leben ein sehr traditionelles
Familienmuster: Der Mann ist das Familienoberhaupt, die Frau ist da, um Kinder zu gebären und sich
um den Haushalt zu kümmern. Romantik spielt keine große Rolle … Siberian Love gibt tiefgreifende
und humorvolle Einblicke in den Alltag sibirischer Familien und stellt die Frage nach der
Sinnhaftigkeit traditioneller Beziehungsmodelle für das Hier und Heute.

Filmemacherin Olga Delane, die bereits in „Endstation Krasnokamensk – Ein Heimatbesuch“ ihre
Heimat erforscht hat, macht es sich als Berliner Single nun zur Aufgabe, uns die „Liebe auf sibirisch“
näher zu bringen. Nach 20 Jahren in Deutschland lebend besucht sie ihre Verwandten in dem
sibirischen Dorf Onon-Borzya, 1000 km östlich des Baikalsee.
Sie ist 35, hat keinen Ehemann und keine Kinder – was braucht eine Frau um glücklich zu sein?
Unerfüllt ist in den Augen der Verwandtschaft nur Olga: „Olga, was läuft in Berlin bloß falsch, das ihr
dort keine Kinder gebären wollt?“, denn „ohne Ehemann und Kinder, bist Du keine richtige Frau!“.
Zeitgenössische Bequemlichkeiten, wie z.B. Dating-Apps sind im Dorf ebenso unbekannt, wie der
Feminismus selbst. „Feminismus? Was ist das?“. Werte, Bräuche und Ideale, das sind die Pfeiler, die
dem Leben einen Sinn und dem Menschen im Alltag Halt geben.

Mit viel Liebe und Verständnis gewinnt Delane die Zuneigung ihrer Verwandten und kommt ihnen
näher. Offen beantworten die robusten Frauen und kraftvollen Männer alle Fragen über ihre
intimsten Geheimnisse und Sehnsüchte. Bereitwillig sprechen sie über Beziehungen, Sex und das
Kinderkriegen und darüber, wie es früher einmal war. Der Zuschauer kann spüren, dass Delane
behutsam um eine Annäherung der beiden Kulturen kämpft, in denen sie selbst zu Hause ist,
während cineastische Landschaftsaufnahmen die wilde Romantik des sibirischen Landlebens
befeuern.

Es sind die starken Frauen, die Delane am meisten beeindrucken. Denn unter der mitunter
gewaltbereiten und schlagenden Hand ihrer Männer bestimmen sie den Lebensrhythmus. Natürlich
ist die Lage weder auf der einen noch auf der anderen Seite des offensichtlichen Culture Clashs
einfach oder gar frei von Widersprüchen. Während es in „Liebe auf sibirisch“ vordergründig um
festgefahrene Einstellungen geht, entstehen wie nebenbei Momente des Loslassens und des sich
Hineinfallens in dieses rauh-schöne dörfliche Miteinander.

„Liebe auf sibirisch“ ist eine bittersüße, tiefe und einfühlsame Beobachtung des Lebens in einem
kleinen abgelegenen sibirischen Dorf und ein liebevoller Einblick in die russische Seele. Ein Film mit
Humor, Schönheit und – in der Tat – mit Liebe und Glück, der uns unverfälschte Einblicke in das
Liebesleben eines sibirischen Dorfes gibt. Der Zuschauer erlebt diese Welt emotionalisierend aus
einer ganz persönlichen Perspektive, die nach dem Sinn traditioneller Beziehungsmodelle für das Hier und Heute sucht.